Am Drachenhain, ein neuer Ort im Ort
Aktualisiert: 19. Aug.
In den letzten Jahren hatte dort ein pensionierter Ingenieur eine Wiese bewirtschaftet, um für sich und seine Frau alternativ zum degenierten Angebot der Supermärkte Gemüse anzubauen. Von ihm haben wir gehört, dass auf diesem Gelände vor sehr langer Zeit einmal Mönche gelebt haben sollen. Der hinter dem Grundstück liegende Hügel, auf dem nun ein Kiefernhain zu sehen ist, soll ein kleiner Weinberg gewesen sein und in dem Sumpfgebiet am Wassergraben befand sich ein Teich für die bescheidene Fischzucht der Mönche.

Auf diesem Grundstück, wurden später im Zuge der Errichtung des Landguts um 1850 zwei imposante Scheunen und Stallungen gebaut. Von diesen gibt es heute fast nur noch Ruinen. Ein Gebäude wurde nach dem zweiten Weltkrieg von den Russen zerstört, das andere Gebäude hatte noch bis vor einigen Jahren ein Dach gehabt, dass nun aber auch in sich zusammen gebrochen ist.
In diesem lang gestreckten Gebäude befanden sich ein großer Stall für die Schafe und dort hineingebaut waren auch die Wohnungen der Schäfer. Ein Schäferhaus ist erhalten geblieben, weil es von dem Ingenieur neue überdacht wurde und allseitig eigene Aussenwände besaß.
Achtzig Jahre hat dieser verwilderte Garten mit seinem kleinen sumpfigen Wald abseits der Geschichte gelegen -und doch auch nahe am Dorf. Von dem zentralen Gutshaus muss nur die Dorfstrasse überquert werden, dann sind es noch ein paar Meter bis zu einer Pforte und schon seid ihr da!
Wer den Ort betritt, spürt wohl die Verlassenheit, aber auch die Verzauberung der sich überlassenen Natur. Doch wenn es dunkel wird, dann seid ihr vielleicht nicht mehr so ganz allein: Feinfühlige Menschen sollen hier Erddrachen und einen Elfentanzplatz gesehen haben. Und weil dieser Ort nahe am Kiefernhain liegt und Drahnsdorf im alt-slawischem einmal Draguendorf oder Drachendorf geheißen haben soll, haben wir diesen etwas abseitigen Ort den Namen „Drachenhain” gegeben.
Er ist hier anders als auf der erschlossenen und belebteren Seite. Es ist so, wie es war, als ich nach der Wende in das östlichere Europa reiste. Dieser neue Ort im Landgut ist mehr in sich gekehrt und kontemplativ. Für die spirituelle Praxis, für Meditation, Schamanismus oder Yoga scheint dies ein geeigneter Ort.

Raum in der Schäferwohnung.
Und er erschließt sich uns zur richtigen Zeit! Seit langem versuchen wir Brücken zu bauen, zwischen den Offsites von Unternehmen aus der Berliner Technologie-, Kultur- und Kreativbranche und Veranstaltungen, die mehr einen „Reatreatcharakter” haben, in der eine intensive Verbindung zur Natur wichtig ist und die Selbstbesinnung die Voraussetzung für alle weiteren Aktivitäten sein sollte.
Eine neue Zeitqualität...
Vieles ist nicht mehr so, wie es einmal war. Menschen fühlen sich verunsichert, weil die als sicher geglaubten Systeme in die Krise geraten sind. Egal ob Geld-, Gesundheits- und Schulsystem oder auch politische Strukturen und Prozesse.
Die Krise des Alten ist zugleich auch Ausdruck von etwas Neuem, dass sich in uns anzukündigen scheint. Wir werden uns bewusst, dass wir uns immer mehr auf uns verlassen müssen, auf unseren inneren Kompass und auf Freunde und Netzwerke im regionalen Umkreis.
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Ausblick
Wir möchten in den kommenden Monaten und Jahren uns noch besser mit Menschen vernetzen, die ähnliche Ambitionen haben wie wir und arbeiten an Möglichkeiten im Sinne von Residenzkonzepten, wie ein Zusammensein vor Ort auch dauerhafter aussehen könnte.
Dazu werden wir in absehbarer Zeit auch einen Newsletter zu diesem Thema herausgeben. Wer daran interessiert ist, kann sich hier schon für den Newsletter anmelden oder mich anschreiben.



